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Alles (il)legal? Teil 2

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Welche Risiken bringen illegale Downloadportale mit sich?

Neben dem Aspekt der Illegalität, gibt es eine Reihe weiterer Risiken beim Download von urheberrechtlich geschützten Inhalten. Viele Filesharing-Dienste können den Computer gefährden und ihn mit Viren infizieren. Darüber hinaus kann Filesharing-Software auf den Computer und Dateien zugreifen, die darauf gespeichert sind und die Inhalte illegal online verbreiten. Nicht selten stecken organisierte Kriminelle hinter solchen Attacken, die versuchen, den Internetnutzer in eine Abzockfalle zu locken und Kreaditkartendaten herauszufinden. Beim Besuch illegaler Downloadportale ist also äußerste Vorsicht geboten! Eine Liste legaler Portale findet sich unter www.pro-music.org.

Darf ich gestreamte Musik aus Internetradios und Webseiten mit einer Aufnahmesoftware aufnehmen und auf meinem Computer speichern?

Hierbei handelt es sich um eine fragwürdige Grauzone, die sowohl unfair, also auch rechtlich bedenklich ist. Durch das Mitschneiden von Streaming-Angeboten wird der Künstler nicht an den Einnahmen beteiligt, weshalb man lieber auf andere Online-Dienste (zum Beispiel Napster) ausweichen sollte. Dort kann man gegen eine geringe monatliche Abo-Gebühr die gestreamte Musik auch offline genießen.

Sind kostenpflichtige Musikangebote wirklich immer legal?

Natürlich gibt es auch in diesem Bereich immer wieder schwarze Schafe. Es kann vorkommen, dass ein Online-Dienst nicht legal ist, bei dem man für digitale Inhalte bezahlen muss. Oftmals handelt es sich um im Ausland ansässige Firmen, die den Rechteinhabern keine Lizenzgebühren zahlen und deshalb Musik und Videos sehr günstig anbieten können. Das Geld wird nicht an die Urheber weitergeleitet, sondern landet direkt in der eigenen Tasche der dubiosen Anbieter. Hier sollte man sich also genau informieren, bevor man den Dienst einer vermeintlich legalen Seite in Anspruch nimmt.

Welche Strafe erwartet Filesharer?

Wer illegal digitale Inhalte hoch- oder herunterlädt, muss mit schweren Strafen rechnen. Hier kann es zu zivil- und strafrechtlichen Verfolgungen kommen, bei denen den Rechteinhabern nachträglich ein Schadensersatz bezahlt werden muss. Die Kosten für die Rechtsverfolgung muss der Rechtsverletzer selbst tragen. Bekanntes Beispiel: Der Betreiber des illegalen Filmportals Kino.to wurde zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt und muss fast 4 Millionen Euro an den Staat überweisen.

Am Montag geht es weiter mit Teil 3 von „Alles (il)legal?“

by Sara Shirazi

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Alles (il)legal? Teil 1

In der heutigen Zeit gehört es für viele Menschen zum Alltag, sich Musik, Filme, Hörbücher und Serien im Internet herunterzuladen. Doch nicht immer sind diese Downloads auch wirklich legal. Viele Internetnutzer machen sich sowohl unwissend, als auch mutwillig strafbar – dabei gibt es nur einige wenige Regeln zu beachten, um diesen kriminellen Handlungen zu entgehen.

Musik legal aus dem Internet beziehen

Für die Musiknutzung im Internet stehen uns in Deutschland rund 70 verschiedene legale Online-Services zur Verfügung. Eine Auswahl dieser Dienste kann man unter http://pro-music.org/ einsehen. Durch den Kauf und das Downloaden der digitalen Inhalte ist man in der Regel dann auch dazu berechtigt, die Musik (oder andere Inhalte) auf mehreren Abspielgeräten zu nutzen und für den eigenen Gebrauch zu vervielfältigen.

Wer die Songs nicht herunterladen möchte, kann auch das Streaming-Angebot nutzen. Beim Streaming kann man digitale Inhalte zu jeder Tageszeit im Internet anhören, bzw. ansehen, ohne sich die Datei auf den Computer laden zu müssen. Hierbei kann beispielsweise ein Abonnement mit dem Anbieter abgeschlossen werden, bei dem eine monatliche Gebühr erhoben wird. Doch nicht alle Streaming-Angebote sind kostenpflichtig. Auf werbefinanzierten Streaming-Seiten können Inhalte beliebig oft genutzt werden und das rund um die Uhr. Zu den kostenfreien Anbietern gehören beispielsweise www.MyVideo.de oder www.last.fm.

Warum sollte man für Musik bezahlen?

Das man für Musik und andere digitale Inhalte eine gewisse Gebühr bezahlen sollte, hat zwei Gründe: 1. kann man sich sonst strafbar machen und 2. ist es den Künstlern gegenüber fairer. Nur wenn man für Musik, Filme etc. bezahlt, werden die Musiker, Schauspieler und andere Kreative auch angemessen für ihre Arbeit entlohnt. Kein Künstler investiert gerne Zeit und Kraft in seine Werke, um derer danach im Internet „beraubt“ zu werden. Hierfür gibt es das Urheberrecht, um eben diese Künstler zu schützen und ihr Einkommen zu sichern – denn viele Kreative leben von ihrem Beruf. Deshalb gelten illegale Downloads als massive Schädigung von Rechteinhabern und können ernsthafte Strafen zur Konsequenz haben.

Am Freitag erscheint Teil 2 von „Alles (il)legal?“

by Sara Shirazi